
Aus der Tour de Col in den Pyrenäen wurde die Tour des Étang, anstatt Höhenmeter gabs Gegenwind, anstatt Abfahrtsgenuss gabs immer mal wieder Windschattenfahren. Bis nach Marsaillan Plage mussten wir weiterhin seltsame Veloweginstallationen und Rumpelpisten auf uns nehmen, und das Garmin kannte nur eine Einblendung: ‚Schlagloch noch da?‘. Ab dann, plötzlich die schönsten Velopisten entlang Étang de Thau, Étang de Vic, Étang de Mejean, Etang de l’Or.
Das Wetter am Nachmittag strahlend schön und ideale Velotemperatur, der Wind nur leider meistens von vorne Links oder Ganz von vorne oder von Vorne rechts.
Die Étangs voll von Limikolen und 1’000enden Flamingos. Sind Famingos eigentlich eine invasive Art? Daher toll, wenn man den Blick auch während dem Fahren über die Gegend schweifen lassen kann, ohne dass einem das nächste übersehene Schlagloch gleich die Zahnplomben raushaut. Wunderbares Cyclist Déjeuner am Strand: Huitres!
Schliesslich sind wir gut durchgelüftet mit dem Handy-Speicher voller rosa Flamingos, in der Grande-Motte, der totalen Ferien-Retortenstadt, angekommen.
Es wirkt hier wie das Avoriaz des Mittelmeeres und ist der misslungene Gegenentwurf zur hübschen traditionellen Hafenstadt Séte.
