Es ist dieses schwülwarme immer dunnstige Wetter, das einem sofort schweissnass werden lässt. Zusammen mit dem ganzen Tag Meerluft fühlt sich bald alles schmierig klebrig an.
Die Radwege sind oft besser als am Atlantik, immer wieder gibt es Strecken wo man zünftig ziehen kann. Unterbrochen immer wieder von fantasie- bis kunstvollen Wegführungen an irgenwelchen mehrspurigen Kreiseln nur um dann doch auch wieder auf doppelspurigen autobahnähnlichen Hauptstrassen geführt zu werden, wo die Lastwagen mit 90 km/h vorbeidonnern und der Verlegenheitsstreifen am rechten Fahrbahnrand manchmal ganz fehlt, manchmal auch praktisch unfahrbar schlechter Belag aufweist. Dazwischen aber auch tolle Abschnitte durch diverse Etangs und Küstenlandschaften, an denen sich immer wieder Flamingos und Reiher entdecken lassen. Eindrücklich war auch der Veloweg durch ein apokalyptisch anmutendes Waldbrandgebiet, wo sich unter den verkohlten Bäumen erstes grün langsam wieder breit macht. Insgesammt ist die Veloinfrastruktur zwar vorhanden; aber meist so schlecht unterhalten, dass nach 130 km immer wieder geholper und gepolter nicht nur das Velomaterial, sondern auch unsere Hintern zünftig ans Limmit gebracht wurden.

Von Andreas