Es ist heute die Tour de Canal. Endlos lange gerade Velopisten auf denen man schnell vorwärts kommt, entlang der Kanäle durch die Camargues. So bringen wir die ersten 65 km rasch und ziemlich trocken durch, unterbrochen nur von zuerst wieder grossen Flamingoansammlungen, riesigen Salzbergen in den Salinen, von einem etwas befremdlich anmutenden Stiertreiben zur Volksbelustigung und einmal einem auffliegenden schillernden Eisvogel. Während dem Mittagessen dann der grosse und nicht enden wollende Wolkenbruch, was uns veranlasst das nächste Hotel mit frühem Checkin zu buchen, die weiteren Kilometer auf morgen zu verschieben und die Wartezeit mit einem Cognac zu überbrücken. Es wäre ja eigentlich nur ein Hopser über die Rhone gewesen, bis zum Hotel, aber auch diese paar Meter reichten, dass uns der Regen fast von der Brücke gespühlt hätte und um alles Material nochmals gründlich und nur teilserfolgreich auf Regendichtheit zu prüfen.
Stolz, wieder mal alles richtig geplant zu haben, erholen wir uns im Trockenen nochmals gründlich (während draussen mit Blitz und Donner Weltuntergangsstimmung herrscht), bevor dann ab morgen wieder neue Höhenmeter zum Programm gehören und freuen uns auf das wieder besser angesagte Wetter.
Das letzte mal war nach einer Halbtagesetappe (genannt Ruhetag) auch Tarascon unser Ziel und heute also wetterbedingt die Wiederholung im nächsten Tarascon.

Von Andreas