
Nach einem tollen Cyclist- Znacht mit extra viel Reis (féculants) und bestem Frühstück mit eigenen Gartenfrüchten, hausgemachtem Yogurth und Konfi durften wir nur kurz einfahren, bevor es in die 8-11% Rampen des Col de Menté ging. Nicht lange am Berg und das Frühstück machte sich bei mir wieder bemerkbar. In Kombination mit den Anstrengungen der letzten Tage sind solche langen steilen Rampen nicht zu empfehlen. Schon bald merkte ich, dass heute kein guter Tag mit lockerem Pedalen werden würde, sondern eine Quäldich-Etappe auf dem Programm stand. Der Col de Menté hiess schon bald Sauhund (1), nur um anschliessend vom noch etwas steileren Sauhund 2 (Col de Portet d’Aspet) abgelöst zu werden. Laut Planung standen dann nur noch 2 kleinere weniger steile Pässe (Col de Portech und Col de Catchaudégué) an, also lassen wir uns die Omlette mit frisch Steinpilzen zum Zmittag bei Chez Jo (trotz noch immer etwas rumorendem Magen – und den Kaffe hat ChatGPT selber dazugedichtet genauso wie der fehlende Lenker, der wurde nicht gestohlen, sondern ist bei Rüfi nur etwas verbogen) nicht entgehen, zumal wir zahlreiche sonntägliche Pilzsammer entlang der Passtrassen angetroffen hatten.
Die beiden Zusatzpässe entpuppten sich aber schon bald als Sauhund 3 und 4. Zwar idyllische kleine Bergsträsschen durch schöne Täler, aber die Durschnittssteigungen verbargen, dass neben flacheren auch immer wieder steile schmerzende Abschnitte bis 14% kamen, die mich langsam aber sicher etwas an die Leistungsgrenzen brachten.
Schliesslich, nach erneut 2’100 Höhenmeter doch noch im Hotel de la Post in Oust angekommen, merkte ich, dass der Live Link heute nicht funktioniert hatte. Hätte ich einen Milliliter Blut fürs Hirn übrig gehabt, hätte ich es vielleicht schon früher bemerkt. So brauchte es zuerst etwas Glace, um wieder korrekt zu funktionieren. Und bei dem schönen vielversprechenden Speisesaal im Hotel, bin ich froh, hat sich auch der Magen danach wieder beruhigt.
