Der Plan heute war eigentlich den trockenen und angesagten meist sonnigen Tag gut auszunützen mit Gelegenheiten zum Baden unterwegs, zuerst am lauschigen ‚Bergsee‘ und dann an wilden romantischen Flussbadeplätzen irgendwo entlang der Radovna, wobei die Fahrt durchs Radovnatal durch den Triglav Nationalpark den landschaftlichen Höhepunkt werden sollte.

Gekommen ist es so: Zwar wars trocken aber doch recht frisch und die Sonne fand den Weg durch die Wolken nie richtig. Der Badesee heisst Bleisko Jezero und ist das Touristenhighlight der Gegend. Zu dem See stauten sich Autoschlangen wie Samstags vor dem Shoppingcenter Spreitenbach. Entsprechend viel war los (etwa wie Zermatt im Winter), da es aber zum Baden sowieso zu kalt war hatten wir wenigsten keine Mühe ein Restaurant zur Stärkung zu finden. Italien kommt langsam näher, zu merken am besser werdenden Kaffee und der zunehmenden Dichte an Pizzerias. Als es dann nach dem Mittag raus aus dem Touritrubel endlich in den schönen Nationalparkabschnitt gehen sollte, die Enttäuschung: Das Tal gesperrt – kein Durchkommen. Da blieb nur umzuplanen und dem Haupttal weiter bis Kranjska Gora zu folgen. Anstatt dem Rauschen des wilden Flusses lauschten wir dann dem Autobahnlärm entlang des Radweges, der wenigstens aber gut ausgebaut war. Trotzdem hatte das wenig mit der geplanten Fahrt zu tun und die Gelegenheiten, bzw. meine Lust tolle Fotos zu machen hielt sich in Grenzen. Vorteil des Euroradwegs ist natürlich, dass es alle paar Km einen Radtreff oder sonst eine Form von Tränke gibt, so dass für ausreichen Verpflegung immer gesorgt ist. Und dass er wieder über viele km auf ehemaligen Bahntrassen verlief und so mit kontinuirlichen komfortablen 2% Steigung äusserst komfortabel zu befahren war.
Nun müssen wir für den Nationalpark-Pass auf etwas besseres Wetter als angesagt hoffen, damit wir morgen nicht doch noch einen Plan B auspacken müssen.

Von Andreas