Also mit Maribor sind wir doch eigentlich im alpinen Skizirkus angekommen und damit zweifelsfrei in den richtigen Alpen angekommen? Weder die Höhe noch die Temperaturen noch die überschaubaren Hügel links und rechts vom Weg noch das städtische Flair wollen allerdings richtig dazu passen.
Zweimal zwischen Österreich und Slovenien haben wir hin und her gewechselt und dabei völlig verschiedene Welten gesehen. Tourihotspot mit Thermen, Hotels Restaurants und Radwegmarketing mit unzählichen Radlertreffs und Camping auf der österreichischen Seite. In Slovenien dagegen touristische Wüste. Hübsche agrarisch geprägte Hügellandschaften und Täler, allerdings mit einem wilden Gemisch aus neusten geschmacklosen Katalog-Villen, alten zerfallenden Hofbauten, kaum was wird renoviert, und auffällig viele halbfertiggestellte noch unverputze Neubauten. Alles recht wild und zufällig in die Landschaft zerstreut, geplant wird wohl eher wenig, dafür passiert überall was. Zum Erschliessen ist das wohl ein mittlerer Albtraum. Und trotz attraktiver Landschaft niergends war eine Bar oder gar sowas wie ein Ausflugsrestaurant zu sehen.
Auf vielen Abschnitten sind die Wege auch erst gerade wieder frisch geräumt worden nach verherenden Gewittern am Dienstag Abend. Die Bilder in den Murauen erinnerten stark an das was wir nach Lothar bei uns gesehen hatten.
Die Sonne hat uns aber wieder gerne und die Temperaturen noch im angenehmen Bereich. Dass die einzige ‚Beiz‘ in Slovenien dann kurz vor Maribor eine Tankstellenbar an der Schnellstrasse war, liess sich darum gut verkraften.