Mit’m Radl über den Radlpass, warum nicht, wenn man schon mal in der Gegend rumkurft. Vorher aber begrüsste uns zum Abschied von Maribor noch der Slalomhang und auch einige der gestern genossenen dalmatinischen Fischspezialitäten wollten nicht so schnell vergessen gehen und rumorten in der Magengegend rum. Aber Radfahren hilft auch dagegen und bald genossen wir Drava-Bike, wie die Radwege im Drautal heissen, die allerdings nicht wirklich im Tal unten verlaufen wollten, sondern dauernd rauf und runter führten, so dass wir schon etliche Höhenmeter gesammelt hatten, bis zum Beginn des Radlpasses in Radlje. Dann
endlich eine richtige Passstrasse mit einigermassen gleichmässiger Steigungen die unter 10% blieben, was bei vielen der Kurzaufstiege vorher nicht gegeben war. Fichtenwälder und von den allgegenwärtigen alles überwuchernden Neophyten (Japanknöterich und Springkraut) an Strassen-, Bahn-, und Flussboarden abgesehen, eine blumenreiche Alpenvegetation, wie sie zuhause eher ab 1000 m.ü.M normal ist, wobei wir uns hier zwischen 250 und 700 m.ü.M bewegen. Es muss wohl am kontinentaleren Winterklima liegen, dass es so wirkt und immer mal wieder ein Skilift mit Pistenschneisen an den Hängen unter 1’000 m.ü.M. angelegt wurden? Der aktuell aber herrschende kontinentale Sommer sorgt dafür, dass wir wieder bei 30° fleissig schwitzen und jede Tränke/Schänke nutzten um Flüssigkeit nachzufüllen.

Warum es in der Steiermark am Ölspur-Radweg einen Ort namens Deutschlandsberg gibt, müssen wir nun noch rausfinden. Rauszufinden, dass ‚Ölspur‘ nicht die allgegenwärtigen Autos parallel zum Radweg meinte, sondern das steirische Kürbiskernöl, dauerte bei der Hitze heute auch einige Zeit.

Von Andreas