Aufwachen und dann wider der Prognose: Es regnet schon wieder. Na erst mal Frühstücken und weil das Wetter eher garstig ist verleitet es natürlich zum viel zu viel von den feinen Sachen vom Buffet zu probieren. Die Rache kommt schnell, denn schon nach wenigen Metern einrollen gehts den ersten und grössten Anstieg des Tages zum Höhenwirt auf 830 m.ü.M. hoch. Nicht unendlich lang, aber für den zu vollen Ranzen eindeutig zu steil. Immerhin hatte der Regen rechtzeitig aufgehört und wir konnten den ganzen Tag ohne Regenkluft fahren.
Umso genussvoller dann die anschliessende lange Abfahrt. Überhaupt gabs den ganzen Tag immer wieder steile (mit 13-15%) knackige Anstiege, die dann mit sanften langen Abfahrten belohnt wurden. Lernfähige würden sich ja dann beim Mittagessen zurückhalten – aber wie es der Zufall so wollte sind wir im gut besuchten ‚All you can eat‘ Buffetrestaurant mit Burgenländischer Hausmannskost gelandet. Was soll ich sagen: Spätzli und Paprikasauce isst man bei der nächsten 15% Rampe zum zweitenmal. Wenn es mal nicht steil rauf und runter ging half meist etwas Rückenwind, so dass die Unterstützung von Jasmins eBike bei über 25km/h gar nicht recht zum Zug kam.
Kurzes Highlight waren die paar Kilometer auf dem nigelnagelneuen Bahntrasseradweg mit Asphalt wie ein frischer Tanzboden.
Landschaftlich ist das südliche Burgenland vergleichbar mit dem ‚Buckligen Land‘ von gestern. Viel auf und ab, ein Tal löst das nöchste ab. Feld, Wald, Bäche und Wiesen wechseln sich ab wie auf der Modelleisenbahn – und Burgen? Von wegen: Keine Spur und mindestens auf unserer Strecke passt auch ‚Burgunderland‘ nicht mehr, denn Reben hat es praktisch keine mehr.
So ist ein guter Rollertag etwas rascher als gedacht zu Ende gegangen, bleibt also noch Zeit für Waschtag.