Querung der Rhone-Ebbene tönt wenig spektakulär und war es auch nicht wirklich. Da lotste uns das GPS zuerst grad mal auf einige Kilometer bösestes Gravel, so dass Schrittempo angesagt war um das Gepäck nicht zu verlieren oder einen Platten zu riskieren (Die Landschaft war glaube ich schön, habe sie nur nicht anschauen können). Dann gings den Rest des Tages auf Asphalt und ziemlich oft entlang befahrener Strassen, die zwar immer einen Velstreifen hatten, trotzem nicht das reine Genussfahren boten.
Umso überraschender, dass der Mont Ventoux auf den Kilometern, die wir den Radweg (Via Venessia) auf stillgelegtem Bahntrasse nutzen konnten, sehr rasch näher rückte. Seit dem Morgen erhob er sich weit weg am Horizont um den ganzen Tag über immer bedrohlich grösser und höher zu werden.
Das wird morgen noch ein ziemliches Stück Arbeit, aber ist hoffentlich zu schaffen ( Eir werdens sehen). Dass Bedoin erst auf 300m und nicht wie erwartet schon auf 600 m.ü.M. liegt hat uns zwar heute überascht und zu unverhoft frühem Feierabend geführt, aber das macht es morgen nicht leichter (auch Höhenangaben sollten richtig abgelesen werden).
Bemerkenswert wie die Rennvelodichte zum Ventoux hin kontinuierlich ‚anstieg‘ – uh schon wieder so ein Angstwort !!!! Da höhre ich doch grad auf zu schreiben, suche mir ein kühles Blondes und dann begehen wir den Abend mit etwas vorgeholtem Mitleid.

Von Andreas