Tour de France – Etappe 12

Berck – Calais

Auf dem Camping kriegte ich genau den Platz unter der Strassenlaterne. (Wahrscheinlich kostete er deshalb soviel?) So hatte ich dauernd das Gefühl, wenn ich mich im Halbschlaf drehte, es werde schon morgen. Gut schlafen wäre anderst.

Die Nacht blieb, beschienen von der Kunstsonne, trocken, sber es ist kühl geworden. Ab dem Mittag setzt dann schottischer oder englischer Nieselregen ein und nach einiger Zeit ist alles Feucht und Kalt am Körper. Und dann hat mich das erste mal die Velokarte so richtig in die Irre geführt. Obwohl mein Track genau der Route folgte, wurde die Strasse auf den Hügel immer schmaler, war irgendwann nicht mehr asphaltiert und endlich oben, höchstens noch ein MTB Trail. Aus Rücksicht aufs Material wurde ich also eine ganze Weile lang Fussgänger. Einer dem ein störischen Drahtesel nebenher herumspringt und mit garantiert für das Gelände ungeeigneten Schuhen. Mal hielt ich das Velo, mal das Velo mich.

Die schlechte Nacht, die schweren Beine von gestern oder das miese Wetter, resp. das falsche Kartenmaterial; trotz eigentlich guten Winden ging die Zeit schneller vorbei als die Kilometer. Dunkirk blieb damit als Ziel zu weit. Und die Aussicht nach der Wienerschokolade nochmals 50 km durch den Regen liessen mich abbrechen und ein Hotel in Calais nehmen.

Genug Zeit zu trocknen und zu erholen – morgen soll’s dann wieder sonniger werden auf dem Weg nach Belgien.

Supplement: Hätte ich gewusst das um 18:00 noch die Sonne kommt, ich hätte es mir evtl. mit Dunkirk doch noch überlegt um den günstigen Wind auszunützen. So aber, nachdem ich wie üblich vor einem aufgegebenen Velogeschäft stand, doch noch den Zweiten beim Laden abschliessen abgefangen und nun endlich wieder entspannt(er) mit Ersatzmaterial (Hoffe die gelben Streifen müssen nie ans Velo😲) unterwegs.

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