Tour de France – Etappe 13

Calais – Dunkerque – Ostende – Knokke-Heist

Giro d’Italia oder Flandernrundfahrt?
Bevor es soweit war, musste ich zuerst mal Dunkerque hinter mich bringen. Am Freitagsmarkt an der Sonne gemütlich ein Kaffee schlürfen und ein Pain au Chocolat dazu, das hatte gepasst. Danch rein in die Stadt und mich elend verfranst. Irgendwann fand ich dann doch den richtigen Ausgang. Und ab da half auch wieder etwas Rückenwind. Und so wurde es nichts mehr mit dem letzten franz. Mittagessen. Schon vor 12:00 passierte ich die Grenze nach Belgien wo ich in der ersten Brasserie den auf der Karte aufgeführten Spaghetti Bolognese nicht wiederstehen konnte. Sicher waren sie kein Meisterwerk, aber nach so langer Pastaabstinenz doch irgenwie himmlisch.

Kaum über der Grenze begann ein komplett anderes Land. Nichts mehr von den franz. Versuchen mit dem einen ider anderen postmodernen Gemeindezentrum den verfallenden und leeren Geschäften Gegensteuer zu geben. Die ganzen 100km belgischer Sandstrand sind gesäumt von einer praktisch zusammenhängenden 10- Stöckig hoch gebauten Küstenbandstadt. Es scheint jeder Belgier hat Anrecht auf so eine Küstenwohnung am Strand mit Meerblick.
Die ganze Küste zudem erschlossen mit dem Küstentram und nur die Namen der Haltestellen erinnern an die früher wohl verschiedenen Ortschaften. Aber Velowege bauen können die Belgier wie niemand sonst. Man kann Belgien mit einem guten Dutzend Stops komplett durchqueren. Überall haben die Fietse vortritt und wärend die Franzosen überall Schwellen bauen um den Autoverkehr in den Dörfer zu verlangssmen machen es die Belgier mit Kein Vortritt oder Stop um die Velo- Autobahnen zu kreuzen.

Irgendwie habe ich im Laufe des Tages sogar das Gefühl bekommen die Belgier geben den Velos grundsätzlich immer Vortritt egal ob man von links oder rechts kommt.

Trotz viel Verkehr, zahlreichen Kreuzungen und Abbiegereien – so reibungslos und sicher vorwärts gekommen bin ich auf dem Velo noch nie, was auch dazu verführen kann einfach nach Gefühl drauflos zu halten, wenn man schon lange von der geplanten Küstenlinie abgekommen ist.

Entlang der Küstenblöcke à la Adria und der Strandriviera bei strahledem Sonnenschein, merklich anziehenden Touristenmassen und einem Gelati am Strand (das nach Spaghetti zum Z’mittag) fühlte sich alles schon etwas nach Giro D’Italia an.

Das muss jetzt so bleiben durch Holland denn Nachteil der Top Velowege
mit den hohen Tempi – wenn es dann doch mal rüttelt dann heftig – und so habe ich die Regen-Fuss- und Kopfschütze irgendwo unterwegs eingebüsst (quasi vom Sattel geschüttelt), aber wer brauht schon Regenschütze in Holland?

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Supplement: Was sonst als Essensbilder… dürfte ja ja mein einziges Gelage in Belgien bleiben 😉

Es musste also was belgisches sein (Hausgemachte Scampikroketten und belgisches Rindsfilet mit Fritten.) Und hat sich gelohnt! Den Namen des belgischen Biers zum Apero könnte ich mir genauso wenig merken wie die Namen derer die ich nicht probieren konnte, aber es war sehr gut!. Die Fritten etwa wie überall – (egal wer es erfinden hat) und der Espresso hält geschmacklich, was er von Auge verspricht – wer hätte denn damit gerechnet – guter Abschluss für ein Tag ‚Giro d’Italia‘.😎😊

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