Tour de France – Etappe 5

Gien – Sully sur Loire – Châteauneuf sur Loir – (Orléans)

Wer genau hinsieht wird sehen an dem Track stimmt was nicht. Dabei begann alles so gut. Sonne zum Aufstehen, das habe ich mit franz. Frühstück gefeiert. Wollte heute auch nur eine kleine Etappe bis Orléans um noch was von der Stadt zu sehen. Hatte also alle Zeit der Welt. Das habe ich mir auch gesagt, als der Radweg immer wieder mal auf ungeteerten Schlamm- und Schlaglochreichen Kieswegen verlief. Immerhin landschaftlich hatte das alles seinen Reiz (Feldhasen, Reiher, Kaninchen etc. allerorten) – hätte ich die Augen doch nur auf den Weg gelassen. Als es endlich wieder rollte und das Drücken um doch noch zum Mittagessen anzukommen stärker wurde: Boing!
Das Geräusch kenne ich von Schottland leider nur zu gut. Speichenbruch und das Rad drehte kaum noch. Also im Schrittempo zurück zur letzten Bar, der Pneu hat dazu gerade noch so durchgehalten. Taxi nach Orléans organisiert (war gar nicht so einfach eines zu finden das Velos mitnam, soviel franz. zu sprechen versuchte ich das letzte mal in der Schule an der missratenen Abschlussprüfung.) Beim Warten auf das Taxi dann entdeckt, das die Speiche mein kleinstes Problem sein dürfte. Das Gerüttel ist auch dem Gepäckträger nicht bekommen.

Leider keine Chance hier rasch einen Topeak Ersatz aufzutreiben. Veloplus meint 3-4 Arbeitstage dauerts auch mit Express. Hmmmm.

Der örtliche Velomech flickte die Speiche sofort und hatte ein Gepäckträger mit dem sich evtl. was machen lassen müsste. Fazit: Am Schluss ist der Ersatzpneu verbraucht, der Gepäcki Müll und der Kabelbindervorrat mit denen ich einen Ersatz zusammenbastelte auch fast aufgebraucht und die Arme schmerzen vom Versuch mit der Notfallpumpe wieder 8 bar hinzukriegen.

Das ganze scheint nun aber stabil genug, dass es morgen weitergehen kann.

Jetzt gilts eine Route zu finden, die nicht alles grad wieder zerüttelt. Jean d‘ Arc möge mir beistehen – die hattens ja früher auch nicht leicht 🤔😁).

Viel Zeit die Stadt zu entdecken, bleibt nun nicht mehr (die Unternehmenslust ist nach dieser Panne auch gerade nicht mehr auf dem Höhepunkt), was sich morgen sicher ändert, wenn sich mein Impro-Geniestreich als gelungen bestätigt😉.

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Vielleicht mach ich ja nach meiner Rückkehr doch noch ein Velobastelkaffee auf?

Doch noch etwas Stadtrundgang (Da ist echt was los an einem Do. Abend in Orléans wenn man die letzten Nächte auf fast leeren Rentnercampings verbracht hat.) Und trotz wenig Verbrauch heute wieder gut gegessen (Der Knockandu wurde nur im falschen Glas serviert, entschädigte aber für Vieles.)

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