Der heutige Katzensprung nach Genf glich eher einem Sprung ins kalte Wasser. Kurz nach der ersten halbwegs trockenen Stunde montierten wir wieder die Regen-Vollmontur und wie befürchtet behielten wir sie heute für den Rest des Tages an. Es war damit schon fast etwas eine Pflicht- Etappe, was man anfängt bringt man schliesslich auch zu Ende und aus der Möglichkeit es in 3 Wochen bis nach Genf zu schaffen wurde irgendwann Hoffnung und dann langsam Gewissheit und heute eben schon fast eine Pflicht. So haben wir alle Bahnstationen entlang der Strecke gefliessentlich übersehen und lieber stoisch den kalten Nieselregen über uns ergehen lassen, in der Gewissheit dem Ziel mit jeden Tramp ein bisschen näher zu kommen.
Auf dem höchsten Punkt des heutigen, leider namenlosen, Cols durfte es dann endlich drann glauben, das als Notvorrat gehütete Edelweissbiberli vom Flug nach Biarritz. Ab sofort hat es also nahe der Grenze in Frankreich noch den neugetauften ‚Col du Biberli‘ und obwohl er schon in den Alpen liegt ist es ganz offiziell der letzte (oder der Erste, je nach Richtung) Pyrenäenpass!

Von Andreas