Das Wetter war heute wieder trocken aber wir fuhren bei frischen 13° los. Nach wenigen Kilometer beginnt der Aufstieg in Richtung Col d’Iraty. Auf diesen führen verschiedene Wege und auf unseren hat ein Spassvogel ‚Col d’Iraty Extreme‘ geschrieben. Nicht zu unrecht: 8.5 km mit Durchschnitt 10%, wobei das GPS immer wieder 12-14% gemessen hat. Also warm kriegten wir trotz den nun herbstlichen Temperaturen. Apropos Spassvogel: Da hat einer Geissen wie Steinböcke im Gelände ausgestellt, mitten drinn der Gänsgeier. Von denen traffen wir heute viele in einer tollen wilden Landschaft und nicht nur Geier, auch Falken, Dolen, Milan, Bussard, und ein Eisvogel liessen sich blicken.
Es reiten sich (mit viel auf und ab, das sich auf über 2’200 Höhenmeter summierte) Pass an Pass: Col d’Arthe, Col d’Asketa, Col d’Irau, Col de Sourzay, Col Heguichouria, Col de Bagargi, Col de la Serre, Col de Sustary, nur der überall angeschriebene berühmte Col d’Iraty war laut franz. Landeskarte gar nicht dabei? Immerhin sind wir am Chalet d’Iraty vorbeigefahren (das genauso zu hatte, wie fast jedes andere Restaurant an der Route) und durch den Foret d’Iraty (gilt ja vielleicht doch noch als Pass Nr. 9 der heutigen Etappe?)
Rasch vorangekommen vor der Checkinzeit am verriegelten Hotel, zwang uns zu einer kleinen Zusatzschlaufe ins Café de Pyrenees und um den kegelförmigen Mont Erretzu, der mit seinem teils verdorrten fast violette anmutende Adlerfarnkleid schon nahezu schottisch in die Gegend strahlte.

Von Andreas