Erstes kommt es anderst und zweitens als man es plant. Etwas gar grau, feucht und frisch gings los. Und ob’s der Wein oder die vergangenen Tage waren, irgendwie wollte es nicht so Rollen und ab Frankreich waren die Velowege wieder das übliche Ärgernis und für Tempi über 10 km/h gefährlicher als jede Strasse, darumm sorgen die Planer auch dafür, dass soviele Hindernisse, Schwellen und Stops einem gar nicht in Versuchung bringen. Als es weg vom See auf die Route des Grand d’Alps ging machten die Strassen und die Landschaft wieder richtig Spass…bis, ja bis es dann plötzlich hiess Strasse nach Abondance gesperrt und die Umleitung führte zurück zum See 🤔. Die Karte zeigte noch einen anderen ‚kürzeren‘ Umweg, ein kleiner Pass bei La Forclaz, den ich von der anderen Seite schon mal gemacht hatte. Habe dann gemerkt, dass es so wie heute doppelte Höhenmeter sind (und vor allem nicht eingeplante, aber dafür zeigte sich für den fast sommerlich-schweisstreibenden Aufstieg die Sonne). Einmal oben dann natürlich von Vorteil, dass nicht mehr ganz so viele Höhenmeter vernichtet wurden in der kurzen Abfahrt. Highlight: die frischen Minibeignets in Chatel, die mir dann ganz hoch auf den Pas de Morgins brachten.
Morgins kennen wir vom Winter bestens und oft als Nebelloch. Auch heute wollte es sich nicht besser zeigen und um ein Haar hätte man der feuchten Luft schon Regen sagen müssen. Dick eingepackt im Zick zack rasant runter zur Rhone um dann während dem Buchungshalt des Hoteles zu merken, dass die letzten Zimmer in Aigle grad zeitgleich jemand weggeschnappt hat. Also dann halt doch Vorentscheid für morgen gefällt, gegen die Höhenmeter von Les Diablerets und für das flache Rollen im Valais und so noch ein paar km zu einem zahlbaren Hotel in Martigny angehängt. Das Knie wird das flache Ausrollen morgen hoffentlich goutieren.