Der Tag heute war eigentlich ganz anders geplant. Noch vor wenigen Tagen war ein regnerischer Sonntag vorausgesagt. Ideal um in Bozen auszuruhen und Wäsche zu waschen. Nur die Regenvorhersage löste sich in Sonnenschein auf und so wollten wir heute den Karerpass mit 1’750 Höhenmetern bezwingen. Die Höhenmeter waren jedoch auf der stark befahrenen Hauptstrasse geroutet und auf diese hatten wir am Taleingang grad gar keine Lust mehr, als diese Hauptstrasse gleich mal in einem 3km langen verkehrsreichen Tunnel verschwand. Also entschieden wir uns für die Serpentinen auf der Nebenstrasse um dann irgendwann zu merken, dass man damit nicht nur den Tunnel umfährt, sondern wie gestern erst mal steil über 1’000 Höhenmeter hochklettert, um dann den Dörfern an der Talflanke entlang abwechslungsweise runterzusausen und wieder hochzuklettern. Verkehstechnisch, landschaftlich und sportlich jedenfalls eine gute Wahl, aber so streng hatte das eher moderate Profil der Hauptstrasse nicht ausgesehen und erklärt warum Komoot die Hauptstrasse routete. Und so ging uns Dank der vielen Rampen zwischen 10 und 18% heute die Luft und der Akkustrom etwas früher als geplant und noch weit vor der Passhöhe aus. Aber alles kein Problem: Hotels mit freien Zimmern hat es hier ausserhalb der Skisaison wie Sand am Meer. Also nun schon der Dritte Tag mit zwar abspruchsvollen Höhenmetern über Obergummer, aber wieder ohne echten Pass mit Namen. Natürlich ist das kein Problem, solange unser Weg weiterhin mit hausgemachten Schlutzkrapfen und so toller Landschaft geplastert bleibt.