Morgens um 5 los, aus dem Haus auf den Zug (echt nicht meine Zeit) in Uster… ( 1h später hätte wohl auch gereicht, weiss man eben immer erst hinterher) bei recht frischen Herbsttemperaturen. Schon um 11 sind die Bikes in Biaritz wieder zusammen geschraubt und die erste Etappe durchs Baskenland startet. Schon nach wenigen Metern ausserhalb Flughafengebäude wird klar: Herbst ist hier noch lange nicht. Zuerst um die 30 und bis am Nami 35 Grad heisse Luft…Da nützt Fahrtwind allemal grad gar nichts.
Der Radweg auf der Atlantik Coast Route wird zur Slalomstrecke zwischen Sufbretter schwingenden Touris, Parkplatz suchenden Autos und Handy’Zombies die gar niemanden wahrnehmen. Die Radwegplaner dieses Radwegs, der fast durchgängig an einen schlecht unterhaltenen Verkehrsgarten für Vorschulkinder erinnert, sind hauptberuflich vermutlich Surfer oder haben sonst was an der Waffel. Richtig Gümmelen ging anderst und vorwärts kommt man mit ständigen Stop & Go nicht so recht. Strände sind alle gerappelt voll und kaum in Spanien, merken wir: Radwege etwas besser zum Vorwärtskommen (Zeitweise wie Pannenstreifen auf Autobahnen), aber Hotelzimmer am Wochenende (bezahlbare) sind in der Gegend grundsätzlich Mangelware.

So landen wir letztlich im Nirgendwo, irgendwo in der Nähe von San Sebastian, das wir aber für ein Bier und ein Glace doch noch erobern, an der Schnellstrasse im Industriegebiet, und mit WOK – all you can Eat – Buffetbeiz im Haus (Was als Konzept ja total daneben ist, aber trotz allem überraschend gute und vielfältige Meeresfrüchte wie z.B. Schnecken, Muscheln; Kraben und Crevetten bot.) Über die ersten Berge morgen wird voraussichtlich auch das Sushibuffet und der Schokoladenbrunnen noch etwas zu merken sein.
Dass die Sonne unser Hirn wohl etwas durchgebraten hat, merkten wir nachdem wir vom Hotel locker ohne Gepäck (und damit mit auch ohne Badezeugs) an den Stränden ankamen – da blieb nur innerliches Kühlen mit Bier.
Nun lauschen wir dem einschläfernden Rauschen des Verkehsflusses… und freuen uns auf einige hoffentlich einsamere Strassen in den Bergen.

Von Andreas