Archive for the ‘Andreas’ Category.

Paço de Sousa-Douro – Tour 2

Die zweite E-Bike-Tour führte uns zu Beginn mit dem sonst ganz brauchbaren Grashopper-Routing auf alle möglichen Pavé- und Feldwegstrecken, die wenigstens abschnittsweise nur noch für MTB Profis fahrbar gewesen wären, nur um vermeintlich verkehrsreichen Strassen auszuweichen. Also routen wir wieder selbst und pfeiffen drauf ob es Verkehr hat oder nicht, Hauptsache Asphalt. Dass uns so die saftigen min. 20% Steigungen vom Douroufer wieder rauf auf den Berg erst auffielen als auch die stärkste Tourbo-Elekrounterstützung versagte, verschweigen wir hier natürlich. Umso schöner dann das friedliche ‚Runterbrettern‘ vom Pass auf der anderen Seite mit feinstem Asphalt. Da haben wir das erste mal das Rennrad doch etwas vermisst.

Paço de Sousa – Tour 1

Gemütliches E-Bikegondeln bei ganz angenehmen Temperaturen aber vielen, vielen Pavée – Kilometern, in den Hügeln hinter Porto. Unglaublich was hier alles gepflastert wird.

Oporto 2018

Einie Impressionen unserer ersten Silber-Tage in Porto…war (schon vor 25 Jahren), ist und bleibt einfach eine tolle Stadt😍.

Zu Gast bei Rui Paula…

Nach einem Tag gefüllt mit Degustationen bei Augustos, Grahams und Churchill’s ins DOP zu Rui Paula

Menu Memoria:

Menu Mar:

Toll! Portugisische Küche von einem echten Könner auf höchstem Niveau.

Feigenernte

Nach dem Frost- Frust letztes Jahr gibts die ersten Feigen genau vor der Abreise in den kühlen Süden… Hoffentlich hats noch was, wenn wir zurückkehren???

Kocherei…

Wieder mal so richtig selber in der eigenen Küche ausgetobt:

Ikarus mit Sven Wasmer im Hangar 7

Eigentlich bin ich ja wieder mal für die ‚Agit‚ in Salzburg. Habe mir diesmal aber einen schon lange Jahre mit mir herumgetragenen Wunsch erfüllt und das Ikarus im Hangar 7 besucht.

Zufall, dass ausgerechnet jetzt mit Sven Wasmer einer der Grössen aus der Schweiz in der Küche steht.

Also esse ich mich durch ein grossartiges CH-Alpenmenu, dazu Weine aus SH, AG, VS, TI.

Die Amuse, jedes für sich gut, Buchweizen als Puff, toll, Sellerie mit Ameisen, überraschend unspektakulär aber fein im Mund, Salat ist Salat, die knusprig fritierte Hühnerpralinée eine Sensation, die frischkäsegefüllte Kapuzinerblütte eher wieder einfach und klar.

Richtig von den Socken haut einem das erste Mal, dann das Tartare mit Blumenkohlvariationen. Keine Ahnung wie man so ein Geschmackserlebnis beschreiben soll: z.B. unbeschreiblich gut?

Mit Souvit gegartem Kohlrabi mit Aelbli Kaviar und gepufftem Wildreis an einen Gemüsefonds mit Reismilch der an Intensität und Harmonie kaum zu überbieten ist, geht’s weiter.

Was dann kommt, hebt einem definitiv in den Geschmackshimmel. Auf Tannenschösslingen angeräucherter Saibling und einer genialen Caramelrahmsauce ebenfalls mit Tannenaromen abgeschmeckt. Wenn Alpen so schmecken, warum sollte man je woanders leben wollen?

Mit einem Dimsum gefüllt mit Pilzen und Birnen nimmt das Menu dann eine asiatische Wendung, aber nur scheinbar. V.a. die Birne ruft bei mir Assoziationen zu Birnbrot oder ‚Schnitz und drunder‘ hervor, und die salzig-süsse Mischung ist so doch sehr alpin, wenn es denn Birne war? Sie wird nämlich vom Menu und vom Personal mit keinem Wort erwähnt.

Dann kommt eine aufwendig zubereitete Rande mit knusprigem Hühnerkamm. Trotz allem Aufwand: Fein, aber letztlich bleibts eine gegarte Rande mit Hühnerfondsaroma. Klare Aromen ohne Überraschung und Firlefanz. Und vor lauter Probieren das Foto dazu vergessen 😉. Aber stellt Euch eine Rande im Teller mit etwas Knusper und randenenroter Sauce vor.

Schweineschwanz knusprig und gezupft mit XO-Cognacsauce und Brokkoli als Creme, Röschen und Roh. Ob XO schmecke ich nicht heraus, aber sensationeller intensiver Fleischfond der zum kräftigen Gericht super passt. Davon könnte ich definitiv mehr vertragen.

Mit wieder souvit gegartem Wollschweinrücken und fermentierten und mit Salzzitrone verfeinertem Lauchvariationen ist der ‚Hauptgang‘ erreicht. Ähnliche Intensität und Aromen wie beim letzten Gang, aber mit der leicht speckigen Konsistenz des Fleisches und den dazu passenden Zitrusnoten nochmals neue Variationen vom Schwein. (Mein ‚mehr davon‘ wurde irgendwie erhört 😉.)

Dann wird’s langsam süss: Grapefruitsorbet (tönt unspektakulär ist aber mit Abstand das beste Sorbet an das ich mich erinnern kann), mit fassgereiftem Negroni, nichts könnte besser dazu passen. Danach sind die Sinne nochmals frisch und wach für den Abschluss.

Der besteht aus einem Glace aus fermentierter Rohmilch. (Erinnert an leicht gesalzenen Quarkkuchen), mit einem intensiven Ragout aus getrockneten Erdbeeren und einem hervorragenden ‚Fasnachtschüechli‘, das für das österreichische Servierpersonal aber ein Zungenbrecher wie ‚Chuchichäschtli‘ ist.

Dann die schwierige Aufgabe aus einem 3-stöckigen Käsewagen mit ca. 50 Käsen was Gutes auszuwählen. Ist natürlich nicht schwierig was gutes zu finden, nur sich zu entscheiden.

Der letzte Gruss aus der Küche soll dann ein Cheesecake nach Rezept von Wasmers Grossmutter oder Oma sein. (So wird’s am Tisch erzählt) . Wer’s glaubt, da hat sicher der Meister auch noch etwas nachgebessert, wie auch immer, ein schöner bodenständiger Abschluss, passend zum Espresso und definitiv geeignet (fluffig hin oder her) das Sättigsgefühl ans obere Limit zu bringen.

Tolles Erlebnis und weil man alleine die Zeit dazu hat intensiv genossen und memorisiert. Von daher sind diese Notizen nur teilweise dazu da euch neidig zu machen, v.a. sind sie als Gegenmittel für mein ‚Braindrain‘ gedacht. Das Erlebnis wird so kaum wiederholbar sein.

Aktualisierte Cycling Track Map

Die Tracks von ‚Lienis Tour de France – 2018‘ sind in der Cycling Track Map ergänzt… (und die Karte endlich wieder erreichbar, da war seit einiger Zeit etwas falsch konfiguriert – Sorry about!):

Hamburg relaxed – Tour de France closed.

Zuerst auf die Suche nach einem Velokarton für den Heimflug; Leider gibt’s einen solchen am Flughafen nicht. Zwar sagen alle: Fahrrad mitnehmen? Kein Problem, muss nur angemeldet werden. Wie man allerdings die zwingend notwendige Verpackung organisiert? Selber schauen. Na so schwer, kann das in einer Stadt die jeden Tag tausende Überseecontainer umgeschlagen werden wohl nicht werden. Aber ich werde erst in dritten Fahrradgeschäft fündig (Die packen extra noch ein neues Velo aus, damit ich den Karton kriegen kann – toll.)

Tja nach 3 Wochen ohne Rasierzeugs, Klamotten, die inzwischen den einen oder anderen Schmierfleck vom Rad abbekommen haben und mit grossem Karton unter dem Arm ernte ich bemitleidende Blicke beim Gang durch die Stadt, so als hätte ich meinen Notschlafplatz unterm Arm.🤔😉

Egal. Ich geniesse es trotzen mal zu Fuss durch die Stadt und von Beiz zu Beiz zu ziehen. Ich muss nirgends hin, habe Stühle anstatt Sattel am Hintern, und bei den regelmässigen Regenschauern gibt’s ein Bierchen oder Kaffee oder eine Weltreise durchs Miniaturwunderland (ohne Anstehen – wirklich ein Wunder), und das alles im trockenen.

Damit steht dem Heimflug wohl höchstens noch die Herausforderung der Abmontage der Pedalen, damit’s in den Karton passt, entgegen und wie ich alles Material an den Flughafen bringe, weiss ich auch noch nicht so recht,wirklich handlich ist die Schachtel auf dem Fahrrad ja nicht – Irgendwie wird’s gehen – wenn es dann auch sicher wieder komische Blicke zu ernten gibt. 🤔😲😕😰

Das war’s von meiner Tour de France. 2018, sie wird wohl nicht die letzte gewesen sein.

Tour de France – Etappe 19

Bremerhaven – Hamburg

Eine kurze Etappe die aber nochmals alles beinhaltete. Frühes Erwachen weil es ins Zimmer regnete. Die Freude, dass es bei der Abfahrt zwar trüb und kühl aber wenigstens trocken war, wieder miese Velowege an Verkehrsreichen Strassen, tolle Bäckerein für 1. Frühstück, 2. Frühstück und Mittagessen, sintflutartige Regenschauer mit Sturmböhen, Abschnitte mit tollen Radwegen durch schöne Laubwälder (war ganz ungewohnt nach solange Küstenfahren), Extrakilometer wegen Falschabbiegen, völlige verschlammte aufgeweichte glitschig sandige Naturstrassenabschnitte, die mit Rennrad praktisch nicht fahrbar waren, bis zum lauten Knall als der lädierte Pneu nach der Rutschpartie nachgab und so die hübschen gelben Pneustreifen doch noch ans Velo durften, tolle Zwischenabschnitte mit Rückenwind und Nobelasphalt und schliesslich ganz zum Schluss die letzte Fährfahrt rein nach Hamburg. Geschafft, über 2’500 km in 19 Etappen sind abgespuhlt. 2 Pneus, 4 Schläuche, ein Gepäckträger und eine Speiche mussten drann glauben. Nun muss ich mich noch darum kümmern, wie ich wieder nach Hause komme, wenn’s geht, bitte ohne alles auf dem Velo zurück fahren zu müssen 😉.