Scuol-Tarasp erreicht!!! Da gehts nun mit den Zug nachhause. Wir haben es vor den angesagten Gewittern geschafft, ob sie bald loslassen lässt sich noch schwer sagen, auf den letzten drei Kilometer hat es es schon mal für ein erster kurzer Spritzer gereicht, der uns und die Strasse kurz anzufeuchtete. Am Morgen übernahmen das noch die zahlreichen Bewässerungssprenger, die nicht immer den Radweg ausspaarten und so für willkommene Abkühlung sorgten. Aus früheren Jahren wusste ich noch, dass es die Radwegrampen den Reschenpass hoch in sich haben (DACH 2020). Diese haben mich schon ohne Gepäck und bei einiges kühleren Temparaturen ordentlich ins Schwitzen gebracht. Die Erinnerung hat nicht getäuscht, es war ein Kampf mich mit dem Gepäck da hochzubringen (ich lasse offen, ob es meine Kilos oder die des Gepäcks waren, die mehr Schuld daran hatten).
Leider führt der Radweg an keinem Passschild vorbei obwohl der Reschen definitiv als Pass gilt, weniger sicher sind wir uns da bei der Norbertshöhe, die es vor der Abfahrt nach Martina zu überwinden gilt. Mit Forelle nach Müllerinnenart im Bauch war sie aber genug schwer, dass wir beschlossen haben, diese als letzten Pass unserer Alpenpasstour auch noch mit zu zählen. So gabs heute nicht nur ein Mittagessen, sondern auch noch einen kleinen Pass in Österreich zum Abschluss. Die Strecke von Martina nach Scuol hat sich zum Dessert mit ihrer stetigen Steigung und im trockenen warmen Wind dann doch ziemlich in die Länge und die Kraft aus den Beinen gezogen, so dass der Bahnhofskiosk nach unserem Besuch als erstes gleich mal die Getränke neu auffüllen musste.