Mit dem Sellapass und den Grödener Joch sind wir heute ins bekannte Herz der Dolomiten und ins Val Gardena vorgedrungen. Hat es gestern Abend und in der Nacht noch gewittert und geregnet, riss es pünktlich zur Abfahrt den Himmel wieder komplett auf und das Wetter hätte nicht besser passen können zu diesen grandiosen höchsten Felsblöcke der Sellagruppe, der Sassolongo, und der Marmaladagruppe, die sich immer wieder neu in Szene setzen und uns die Sinne und den Fotospeicher füllen lassen. (Die vielen positiven Erinnerungen an die Etappe 11 der Tour des Alpes als der Sella 2019 von der anderen Seite auf dem Programm stand, haben jedenfalls nicht getäuscht)
Natürlich dürfen wir das nicht nur für uns alleine geniessen. Der Verkehr ist enorm, aber es sind an diesen Pässen soviele Velofahrer unterwegs, dass die Passstrassen aufwärts fast durchgängig mit einer Velospur ausgebaut sind und die Autos gewohnt sind Rücksicht zu nehmen. Auf den Motorenlärm v a. der vielen Töffs, könnten wir trotzdem ganz gut verzichten, aber alles kann man halt nie haben.
Mit den durchwegs guten Steigungen und gestärkt vom halben Ruhetag gestern, sind wir rascher als gedacht vorwärts gekommen und so bereits am frühen Nachmittag im passend benamsten Hotel Dolomiti angekommen. Für einem dritten Pass am selben Tag fehlte uns dann doch der Mum (obwohl die Original Sellaronda über deren 4 gehen würde) und zumal am späteren Nachmittag erneut Gewitter möglich sind; den spaaren wir uns also für Morgen auf.