Einmal 22 km rauf, auf der anderen Seite wieder etwa gleich lang runter. Das bei einer gut fahrbaren ziemlich gleichmässigen Steigung von 6-7%. So präsentierte sich die Route des Passo Rolle und für einmal stimmte Plan und Realität ziemlich gut überein. Nur dass halt mit Gepäck und der erneuten Hitze auch bei 7% schnell mal der kleinste Gang aufgelegt ist und sich so die 22 km natürlich umso länger anfühlen.
Aber der Puls bleibt so einigmassen im guten Bereich, das Schwitzen eher wieder im Extrembereich.
Die Strasse ist breit ausgebaut und so trotz dem vielen Ausflugsverkehr recht angenehm zu fahren. Auf Velos wird an diesem bekannten Gümmelerpass, wie von vielen Strassenschilder verlangt, Rücksicht genommen. Und das gilt erstaunlicherweise sogar für die wenigen Fahrzeuge mit CH-Nummernschilder, die könnten es ja doch, wenigsten wenn sie ferienentspannt rumkurven.
Entlang dem Weg immer wieder tolle Ausblicke auf das imposante Dolomitenmassiv Pale di St. Martino.
Der hässliche Skiretortenort San Martino di Castrozza, offenbar auch im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel, hätte es nicht gebraucht, dient aber natürlich trotzem als willkommene Verpflegungsstation.
(Wer ist Gino Bartali? Lies Francos Tipps unter diesem Link:
Gino-Bartali-Denkmal am Passo Rolle)
Auf der Abfahrt dann trotz Naturpark durch grossflächige kahle ehemalige Sturmholzflächen und verbleibenden Wälder mit rund 50% kahlen Käfer-Totholzanteilen.
In einigen Jahren sicher spannende Flächen, aktuell wirkt die Landschaft mit den relativ frisch geräumten Sturmholzflächen eher etwas misshandelt. Dagegen hilft auch kein halbleerer Stausee.
Eine ‚kühle‘ Überraschung bot uns das Wandbild im Hotelzimmer. Ob das beim Schlafen helfen wird, wenn vor dem Fenster auf 1000m ü.M. 31° heisse Luft rumwabert?