Gleich nach dem Früstück 1’000 Höhenmeter auf 10 km Anstieg rauf nach Hafling (Dem Ursprungsort der berühmten Haflingerpferde). Macht 10% im Schnitt und diesmal mit Voll-Gepäck. Tönt ja als wäre das was – allerdings nur bis du beim Durchschnaufen von einem 80-jährigen Gümmeler im gelben Trikot auf einem klassischen Colnagostahlrahmen nach einem kleinen Schwatz überholt und stehen gelassen wirst. Oben erwartet uns eine tolle Panoramastrasse, die nur im Tagesprofil flach wirkt, in Tat und Wahrheit gehts dauernd rauf und runter bis am Schluss 1’550 Höhenmeter getrackt sind. Landschaftlich aber toll durch malerische Dörfer und immer wieder Aussichten ins Tal runter oder in die Dolomiten im Hintergrund. Schade nur dass der höchste Übergang keinen Passnamen führt, was für eine Alpenpasstour eigentlich nicht geht. Und darum ist das für uns jetzt der Schermoospass und nicht nur einfach das Schermoos, wie es eigentlich da oben heisst, was definitiv eher nach Tal denn nach Berg tönt. Immerhin musste dieser ‚Pass‘ zum Schluss all dieser Höhenmeter noch über einige 14% Rampen erklettert werden. Aber Südtirol sei Dank, der Weg gepflastert mit zahreichen tollen Ausflugsrestaurants und so können wir immer wieder Energie auftanken.
Bemerkenswert auch die steile Abfahrt. Kehrtunnels kenne ich bisher vom Zug, aber kann man natürlich auch mit Strassen machen, auf dem Velo sind solche Tunnels definitiv angenehmer wenn es abwährts geht als den Berg rauf, von daher alles richtig geplant.