Weil es gestern keinen Pass gab, gab es dafür heute gleich 2 auf einmal. Mit dem Karerpass und dem Passo di San Pellegrino haben wir heute 2 der unzähligen Dolomiten-Highlights geschafft. Im Aufstieg zum Karerpass ging es vorbei am berühmten Karersee. Dieser ist jedoch auf rund die Hälfte der eigentlichen Fläche geschrumpft was unzähligen Touris in ihrer Blechlawine nicht davon abhielt eben diese Pfütze als Insta-Ferienhöhepunkt aufzusuchen.
Weiter oben öffnete sich der Blick auf die Gipfel des Rosengartens. Und auf einen Bergahnen-Parplatz voll wie im Winterskibetrieb. Nach dem Karerpass dann fertig Südtirol und so packen wir nun unser Italienisch fürs Trentino aus.
Zum Glück war der zweite Aufstieg etwas weniger verkehrsreich und auch wenn einige steile Rampen immer irgendwie dazugehören, insgesamt mit 7% Durchschnittssteigung eigentlich ganz anständig zu fahren. Allerdings macht der Dauermuskelkater die Beine langsam schwer und das Gepäck tut sein übriges, dass wir am Schluss doch wieder recht geschafft sind. Irgenwie half das Herfordrindertartare mit Truffel zwar dem Genuss, aber nicht so recht als Energiespeicher vor dem zweiten Anstieg, das mussten dann die letzten Isostarriegel richten. Immerhin hat das schöne Hotel am Ziel alles damit wir keinen Extraschritt mehr machen müssen: Lift, Pool, Bar, Restaurant. Um zu diesem nach Agordo zu gelangen, waren wir leider gezwungen, weil alle Umfahrungsmöglichkeiten wegen Steinschlag oder anderen Schäden explizit für Velo und Fussgänger komplett gesperrt waren, durch einige kilometerlangen Schnellstrassentunnels zu fahren, was wir wirklich hassen. Aber vielleicht gewöhnt man sich irgendwann auch daran. Bergab waren wir wenigstens nicht ganz so ein Hindernis, wie wenn es bergauf gegangen wäre.
Geniessen können wir heute beim Abendessen auch den grandiosen Ausblick auf die nächsten Dolomitengipfel, die uns wohl morgen erwarten.