
Tatsächlich ganz schwach und weit entfernt waren vereinzelte Hirsche am Abend zu hören, sehen liess sich leider kein Tier, ausser als Carpaccio. Nach dem Frühstück gings direkt mit 7% los (oder weiter, wenn man an den Abschluss gestern denkt), dabei bliebs mehr oder weniger bis zum Furka, auf über 2’400 m.ü.M, wo der Winter langsam Einzug hält. Der erste Schnee der noch liegt und wirklich frostige Temperatur, die einem in der Abfahrt trotz Vollmontur alles gefrieren lässt, erinnern daran zuhause die Skis in den Service zu bringen. Der Aufstieg zum Oberalp taut einem dann nochmals kurz auf, aber nur um auf der noch längeren Abfahrt alles wieder einfrieren zu lassen. Und so richtig warm wird es bis Ilanz nicht mehr, trotz der einen oder anderen Strecke, wo man wieder mithelfen muss damits vorwärts geht. Der Blick in die Wetter-App verheisst für morgen nochmals unfreundlich kaltes (bzw. nochmals kälteres) Wetter und so entscheide ich mich, anstatt ein neues Hotel zum Aufwärmen lieber grad das Zugbilette nach Hause zu buchen. 25 Etappen sind genug und die noch ausstehende Strecke bis nach Hause ist nichts das bei halbpatzigem Wetter noch reizt. Damit ist meine Pyrenäentour in Ilanz, nach nochmals 2 tollen Pässen zum Abschluss, nun auch zu Ende gegangen. 2’200 km, 32’500 Höhenmeter, 120 h, 105’000 Kalorien hat Garmin in den 25 Tagen gemessen. Die unzähligen Eindrücke und Erlebnisse sind nicht so einfach messbar und brauchen nun sicher noch einige Tage, um sich richtig (fest-)zu setzen.

