Tour de France – Etappe 10

Le Havre – Étretat – Fécamp – St. Valery-en-Caux

Heute vor allem kämpfen. Kampf immer gegen dem Wind, der ganz kräftig ins Gesicht blies. Gegen das Verlieren der Velowegweiser-‚Schnitzeljagd v.a. wenn Abschnitte ohne Umleitung einfach gesperrt wurden oder die kleinen Schilder bei rasanten Abfahrten (gab’s ab und zu trotz Gegenwind) übersehen wurden (heisst dann jeweils zurück- den Berg hoch), gegen die Tücken der Strasse, inkl. Flicken eines Platten. Am Schluss musste ich kapitulieren und kam nicht wie geplant bis Dieppe. Dafür zeigt sich am Abend wieder Mal die Sonne.

Als ich beim letzten Zviericola merkte, dass ich eigentlich gern so langsam auf dem Camping wäre, machte mich die Zimmerliste des zugehörigen Hotels an. Leider alles besetzt, aber Booking.com sagt in 100m gibt’s moch ein günstiges Zimmer. Bis zum nächsten Camping wären es nochmals 20km gegen den Wind. Also gebucht und ‚Hotel‘ aufgesucht. Nur da ist niemand. Angeschlagen sind 3 Tel.Nr. Und irgend ein Zettel von wegen man soll ins Hotel nebenan. Nur da ist auch niemand und die selben Telefonnummern.

Leider sind die Nummern ausser Betrieb oder es kommt ein Band. Schliesslich mach dem x-ten Versuch meldet sich jemand und sagt mir, dass ich im einen Hotel den Schlüssel für das Zimmer im Andern selber nehmen kann.(oder so ähnlich.) Am Schluss nach 4 Telefonaten war das Zimmer dann gar nicht da, wo ich eigentlich gebucht hatte, sondern im Hotel nebenan. Immerhin Zimmer mit direktem Meerblick (Ich glaube ich muss den Wecker stellen, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Ja, könnte man französisch oder die Franzosen etwas Deutsch man würde sich vielleicht einfacher verstehen😉).

Das schöne Wetter mit dem Wind muss auch genutzt werden um nach 1h suchen und hin und her (vielleicht wäre noch etwas gegen den Wind doch der einfachere Weg gewesen?) endlich im Zimmer mal wieder eine Velogarnitur zu waschen, man traut sich ja sonst in kein Resti mehr rein.

Und dann rasch los. Es gibt ja jede Menge Restaurants am Ort. Und wenn es sowas für unter 30 Euro gibt warum nicht den ‚Assiette Homard“ mit Austern, Crevetten in allen Grössen, Bullots, Hummer und Scampis? Fazit: hat sich echt gelohnt-ein Festschmaus. Einfach serviert, alles frische und gute Ware, wie es halt nur am Meer sein kann, was will man mehr – vielleicht dass der Wind morgen wie üblich aus Westen anstatt Osten bläst? (So lautete doch der Plan: durchs Land in Deckung von Bergen und Büschen nach Westen und dann vom Westwind getrieben der Küste nach ’segeln‘).

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